Paraje Natural Torcal.

Am Wochenenden war es mal wieder so weit, der Wetterbericht sprach von apokalyptischen Frühlingstemperaturen. Also ab ins Auto und los.
Geplant war schon seit längerer Zeit mal einen Abstecher ins El Torcal zu machen, einem grossen Naturschutzgebiet rund 40km von Málaga entfernt. ‚Vor Millionen von Jahren war hier noch Meer…‘ und genau aus diesem Grund sieht es hier aus wie es aussieht, Kalkgestein in lustiger Formation oder auch Karstgebirge genannt. Kaum einer weiss mit dem Namen des Naturschutzgebietes etwas anzufangen oder wo es genau liegt, aber jeder der schon mal nach Málaga geflogen ist, kennt diese sich hell hervorhebende Steinformation. Genau das ist El Torcal.
Von Málaga kommend fahrt ihr immer Richtung Antequera, von dort aus sind es noch ungefähr 14km. Oder ihr macht es wie wir, gondelt etwas über die Dörfer und sammelt ein paar Lanschaftseindrücke. Angekommen findet ihr direkt an der Strasse einen Parkplatz, hier kann man parken und dann noch etwa 3,5km die Strasse hoch wandern oder aber es ist wie bei uns an diesem Tag und es fährt alle 15 Minuten ein Shuttle-Bus (kostet p.P. 1,5€ zusammen für die Hin- und Rückfahrt – Ticket deshalb aufbewahren!). Der Bus hält direkt oben an der Touristeninformation und fährt von dort auch wieder ab ins Tal. Man kann wohl zeitweise auch direkt oben parken, aber scheinbar war an unserem Tag der Parkplatz bereits schon gesperrt weil vermutlich voll und deshalb der Busservice, was aber generell sehr praktisch war, weil man sich dann die enge Strasse nach oben und das Gegurke spart. Es gibt 2 Rundwege die man machen kann wenn man oben an der Touristeninformation startet, einen grünen Weg, der als einfacher und kurzer Weg bezeichnet wird (ca. 1,5km lang) oder aber den 2,5km langen und etwas ’nicht so leichten‘ Pfad für den wir uns entschieden haben. Alles in allem waren wir ca. 3 Stunden unterwegs, mit Bummelei und einem kleinen Picknick abseits des Pfades, mit netter Überraschung durch einen Iberiensteinbock, der hinter einem Busch stand und scheinbar auf mich lauerte sich am Ende genau so vor mir erschrak, wie ich vor ihm. Und ja, auch wenn es offiziell als Wanderweg deklariert ist, wir waren froh festes Schuhwerk zu tragen, denn manchmal muss man doch schon sehr auf seine Schrittfolge achten und über Steine oder Äste hopsen. Auch wenn die Spanierin an sich ungern auf schöne Schuhe verzichtet -wie oft an diesem Tag gesehen-, so wäre es am Ende ja wirklich nicht erstrebenswert sich als Andenken einen Knöchelbruch anzulachen. Wir hatten an diesem Tag rund 28 Grad und die Sonne brennt da oben ganz schön auf den Deckel, also bitte auch immer an ausreichend Sonnencreme denken und noch wichtiger: viel(!) Wasser im Gepäck haben, denn im Sommer kann es hier locker mal 40 Grad erreichen. Es gibt an der Tourismusinformation noch ein Restaurant und einen Shop, zur Not gibt es hier also auch noch die Möglichkeit Getränke und Essensvorrat aufzustocken. Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen muss man ein bisschen abseits des Pfades entlang, aber der Ausblick lohnt sich, sogar mit oder trotz Höhenangst.

Auf dem letzten Bild kann man, wenn man genau hinguckt, im letzten rechten Drittel des Bildes eine auf dem Stein stehende Person erkennen, nur um mal die Dimensionen zu veranschaulichen.